Im Rahmen der Projettage zur Reformation bringt sich der Fachbereich Chemie an verschiedenen Stellen ein. Zum einen arbeitet eine Gruppe im Bereich Papierherstellung und Eisen-Gallus-Tinte und eine Arbeitsgruppe im Bereich Herstellung von Farben zur Bibelgestaltung und der Cyanotypie. Dabei werden Fotos in Falschfarben übertragen und auf Blaudruck realisiert. Ein Trägermaterial (z.B. Papier) wird dabei mit einer Lösung von grünem Eisenammoniumzitrat und rotem Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid) beschichtet (“sensibilisiert”) und danach mit UV-Licht (z.B. an der Sonne) belichtet. Mit der Belichtung verfärben sich die behandelten Stellen von ihrem ursprünglich gelblichen zu einem grünlichen Farbton. Durch Spülen mit Wasser wird einerseits durch das Auswaschen der übriggebliebenen Reaktionssubstanz der Belichtungsprozess gestoppt, anderseits erhält die getränkte Schicht durch Oxidation ihre typisch blaue Färbung (Fixierung). Mit dem Trocknen an der Sonne (direkte Sonneneinstrahlung) wird dieses Blau noch etwas kräftiger, je nachdem, wie lange gewässert worden ist. 

 

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