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Probleme zwischen Männern und Frauen haben Lübbener Schüler zu einem Comic inspiriert. Die Bildergeschichte entstand während der Frauenwoche. Für die nächste Auflage werden bereits neue Ideen gesucht.

 Schüler des Paul-Gerhardt-Gymnasiums halten den neu gedruckte Broschüre mit ihren Comics in den Händen. Kunstlehrerin Karin Herms ist begeistert von den Ergebnissen.
FOTO: LR / Katrin Kunipatz
 

Schüler des Lübbener Paul-Gerhardt-Gymnasiums beschäftigten sich kürzlich mit dem eher sperrigen Thema Gleichberechtigung. Trotzdem war die Lübbener Künstlerin Karen Ascher begeistert, wie viele und vor allem wie schnell im Comic-Workshop Ideen für eigene Erlebnisse kamen. Sie habe nur kurz nachdenken müssen, welche Probleme es zwischen Mann und Frau gibt und schon kamen die Ideen, erklärt Yasemin. Nach einigen eher technischen Übungen zum Schnellzeichnen legten die Schüler los. Kunstlehrerin Karin Herms freut sich über die Ergebnisse. Das Projekt sei nicht Teil des Unterrichts gewesen, sondern die Schüler konnten sich für die Teilnahme melden. Auch Armin nutzte die Chance. „Mit hat beim Zeichnen gefallen, dass wir nicht vorgeschrieben bekamen. Einfach so ohne Lehrer zeichnen, war einfach schön.“

Das Thema Gleichberechtigung beschäftigte die Lübbener aber auch schon im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche im März dieses Jahres. An zwei Tagen diskutierten fünf junge Frauen mit fünf gestandenen Frauen über Berufswahl, Starksein, Unterschiede zwischen Mann und Frau, Karriere- und Familienpläne. Gesprächspartnerinnen waren die damalige Infrastrukturministerin Kathrin Schneider, die frühere Landtagsabgeordnete und heute Kreistagsvorsitzende Sylvia Lehmann, die Lübbener Kämmerin Marita Merting, die Kita-Leiterin Jana Liebermann und die Agrarwissenschaftlerin Steffi Wille-Sonk. Ihre Eindrücke verarbeiteten die Mädchen, angeleitet von der Berliner Künstlerin Katja Klengel in kurzen Comics.

Ideen für Frauenwoche gesucht

Alle diese Zeichnungen sowie die Arbeiten der Lübbener Gymnasiasten sind nun in einer Broschüre zusammengefasst worden. Unter dem Titel „Bräute, Grazien, Powerfrauen“ ist sie kostenfrei unter anderem im Rathaus erhältlich.

Und auch Ideen für die Frauenwoche im nächsten Jahr werden noch gesucht. Bis zum 15. November müssen Förderanträge eingereicht werden. Wie Museumsleiterin Corinna Junker, soll es in Lübben wahrscheinlich eine Gesprächsrunde mit Frauen geben. Thema der Brandenburgischen Frauenwoche wird das Thema „Zurück in die Zukunft“ sein, verrät Monika von der Lippe, die Landesbeauftragte für die Gleichstellung der vergangenen Legislaturperiode. Inhaltlich wolle man reflektieren, was 30 Jahre nach der Wende hinsichtlich der Gleichberechtigung passiert sei.
 

 

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